Der Chor
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am
31.05.2018


Im Jahre 1965 nahm alles seinen Lauf. Unter der Leitung des damaligen Ortspfarrers Fritz Simon, entschlossen sich rund 10 Bläser regelmäßig im Gemeindesaal gemeinsam zu musizieren. Die enorme Motivation und konsequente Probenmoral, welche nicht zuletzt aus dem Engagement des Dirigenten und Gründers des Chores resultierte, führte zu einem raschen Wachstum des Chores. Die Posaunenfamilie konnte sich so von anfangs 10 Bläsern in den folgenden beiden Jahren auf stolze 15 Bläser vergrößern.
Trotz der Größe des Chores, konnten die ersten Auftritte nicht alleine durchgeführt werden. Glücklicherweise erklärte sich der Chor der Nachbargemeinde Bahnbrücken sofort bereit, während dieser Zeit "Aufbauhilfe" zu leisten. Zudem konnte man sich auf die Erfahrungen des um einige Jahre älteren Chores stützen und eine bleibende Kameradschaft aufbauen. Um in Zukunft auf eigenen Beinen stehen zu können, entschlossen sich die Bläser 1967 an einem Lehrgang in Handschuhsheim und im folgenden Jahr in Walldürn teilzunehmen. Nach und nach wurde so das musikalische Niveau des Chores immer höher und die Hilfe des Nachbarchores war nicht mehr nötig. Weitere zwei Jahre später, nachdem der Chor mittlerweile an seinem ersten Landesposaunentag teilgenommen hatte, konnte sich der Chor nach den beiden Lehrgängen in Sexau und Bauschlott wiederum vergrößern und bildete nun eine Bläsergemeinschaft von rund 20 Musikern.
Jedoch sollten auf die Anfangsjahre des Chores schwere Zeiten folgen. Viele der Bläser wechselten zur örtlichen Feuerwehrkapelle. Zudem mussten drei Leistungsträger und Stützen des Chore aus schulischen, bzw. beruflichen Gründen den Chor verlassen. So schnell der Chor unter der Leitung des Ortspfarrers gewachsen war, derart schnell sollte die Bläsergruppe auch wieder schrumpfen, sogar so stark, dass dem Chor das Ende bevorstand. Doch der eisernen Energie des Chorleiters Fritz Simon und den verbliebenen 10 Bläsern war es zu verdanken, dass man diese schwere Zeit überstand. Man begann nun erneut Jungbläser auszubilden. Im ersten Jahr waren es fünf Jungbläser von Frieder Schäfer ausgebildet und dem Chor zugeführt. Mit dieser Besetzung von ungefähr 14 Bläsern konnte der Chor erneut Fuß fassen und die Erfolge der Jugendarbeit stellten sich ein. Allmählich bildete sich eine Stammbesetzung heran, um die sich der Chor aufbaute.
Im Jahre 1976 suchte der Chor dann einen anderen Dirigenten. Pfarrer Simon stand zwei Jahre vor seiner Pensionierung und bat daher Bezirkskantor Daubenberger jemanden zu suchen, der den Chor übernehmen könne.
1976 im Spätjahr war es dann soweit, der neue Chorleiter Willi Bartholomeycik übernahm den Chor. Mit ihm kam dann neuer Schwung in die Posaunenfamilie, sowohl musikalisch als auch kameradschaftlich. Die Begeisterung der Bläser wuchs von Woche zu Woche. Nach einem halben Jahr hatte der Chor beachtliche Fortschritte gemacht, und die Bläser begannen eine Einheit zu bilden. Nachdem dann 3-4 ältere Bläser zum Chor hinzukamen und sich sehr für die Jungbläserausbildung einsetzten, war der Posaunenchor auf ungefähr 17 Personen angewachsen und begann sich zu festigen.
Als im Jahre 1979 der Gründer des Chores Pfarrer Simon in den Ruhestand ging, war der Chor auf sich allein gestellt. Die Mitglieder des Posaunenchores nahmen nun die Organisation des Chores selber in die Hand, indem sie eine Führungsmannschaft von drei Personen wählten. Zum Führungsstab zählten nun Gerhard Edel als Obmann, Werner Schühle als Schriftführer und natürlich der Dirigent. Im April 1979 wurde dann auch eine Chorkasse gegründet und Gerhard Edel als Kassier gewählt. Nach vierjähriger Dirigentenzeit musste dann leider der Chorleiter sein Amt aus schulischen Gründen aufgeben, und man war froh in der Gemeinde einen Pfarrernachfolger zu haben, der auch als Chorleiter ausgebildet war. Dieser übernahm am 1. April 1980 den Posaunenchor. Durch den neuen Chorleiter hatte man wieder eine Mittelsperson zur Grundschule und somit zur Jugend. Bald hatte man wieder Jungbläser, die zum Posaunenchor kamen und der Chor begann wieder zu wachsen. Die Jungbläser wurden von Ute Daubenberger und Ulrich Seifert ausgebildet. Auch konnte der Chor durch Zuschüsse der Kirchengemeinde drei neue Zugposaunen anschaffen. Nachdem ein weiteres Jahr vergangen war, mussten wir feststellen, dass es keine sehr glückliche Lösung war den Herrn Pfarrer als Dirigenten zu haben. Die Kameradschaft und das Interesse der Bläser am Musizieren litten sehr darunter.
Als sich dann im Sommer 1981 Diakon und Heilpädagoge Gerhard App bereiterklärte den Chor zu übernehmen, war man sich unter den Bläsern einig, dass es die beste Lösung sein würde, ihn als Dirigenten zu wählen. Nachdem man sich über diesen Wunsch der Bläser mit dem Pfarrer und Chorleiter unterhalten hatte, zeigte dieser viel Verständnis dafür und gab das Amt des Dirigenten an Gerhard App weiter. Bei diesem Gespräch, das unter Obmann, Dirigent und Pfarrer geführt wurde, verblieb man in beiderseitigem Einverständnis, weiterhin zusammenzuarbeiten. Durch diesen Wechsel, der dem Chor sehr zugute kam, kehrte unter den Bläsern die alte Begeisterung zurück. In der folgenden Zeit macht der Chor gute Fortschritte und wuchs auf die stattliche Zahl von 20 Bläsern und Bläserinnen an.
Für die Zukunft bleibt nur zu wünschen, dass dieser Aufwärtstrend anhält und der Posaunenchor seine Aufgabe in der Kirchengemeinde zur Zufriedenheit erfüllen kann.

Gerhard Edel
(damaliger Obmann)